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La Serenissima
Eine musikalisch-literarische Gondelfahrt
Zum Programm:
Im 18. Jahrhundert war Venedig als Stadt der Künste ersehntes Ziel von europäischen Kulturreisenden. In der Reiseliteratur jener Epoche gewinnt die Lagunenstadt eine fast mythische Dimension. „Soll ich euch meine Träume erzählen?“, fragt der 23-jährige William Beckford in der Einleitung zu seinen 1783 veröffentlichten Reisebriefen. Tatsächlich klingt sein Brief aus Venedig eher wie die Beschreibung einer Traumszene als die einer wirklichen Stadt. Andere Besucher und Bewohner Venedigs im 18. Jahrhundert wie Hester Lynch Piozzi, Jean-Jacques Rousseau und Carlo Goldoni bezeugen vor allem die Allgegenwart der Musik. Die singenden Gondolieri werden zum Sinnbild der Lagunenstadt. Rund ein Jahrhundert später bringt Friedrich Nietzsche die Stimmung in seinem Venediggedicht auf den Nenner: „Gondeln, Lichter, Musik.“ – Neben Werken gebürtiger venezianischer Komponisten wie Antonio Vivaldi, Baldassare Galuppi und Antonio Lotti spielt L’ARCADIA als Uraufführung Dora Cojocarus Vertonung von Nietzsches Gedicht, die die junge rumänische Komponistin dem Ensemble gewidmet hat.
Texte von
W. Beckford, Ch. Burney, Hester Lynch Thrale, J.W. von Goethe, C. Goldoni, F. T. Marinettti, F. Nietzsche, R.M. Rilke, J.-J. Rousseau
Musik von
Dora Cojocaru, B. Galuppi, Canzonette Veneziane, R. Hahn, J. Haydn, G. Paisiello, G. Platti, A. Vivaldi
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