Maya Amrein
wuchs in Zug auf und erlangte in Winterthur und Bern Lehrdiplom und Konzertreife. Danach Studium an der Schola Cantorum Basiliensis bei Christophe Coin. Meisterkurse bei Jaap ter Linden und John Holloway. Vielfältige Konzerttätigkeit im In- und Ausland unter anderem bei Le Concert des Nations (Jordi Savall), Cantus Coelln (Konrad Junghänel), Freiburger Barockorchester, Les Plaisirs du Parnasse. Verschiedenste Aufnahmen für diverse Labels. Daneben Unterrichtstätigkeit an mehreren Musikschulen.
 
   
Reto Cuonz
besuchte nach dem Lehrerseminar die Kantorenschule bei Jakob Kobelt und anschliessend die Dirigierklasse von Olga Géczy. An der Musikhochschule Zürich studierte er Violoncello bei Claude Starck. Wichtige Impulse im Bereich Aufführungspraxis erhielt er bei Johann Sonnleitner. Bei Christophe Coin in Paris und in dessen Celloklasse an der Schola Cantorum Basiliensis spezialisierte er sich zwischen 1988 und 1991 auf das Barockcello. Seine rege Konzerttätigkeit – in den vergangenen Jahren vor allem im Quartett und Orchester "ad fontes", neu mit "Ensemble la fontaine" - führt ihn in viele Länder Europas. Vielfältige Aufgaben als Cellist in diversen Kammermusikformationen. Als Kirchenmusiker, Chorleiter und Dirigent wirkt er an der Kreuzkirche Zürich-Hottingen, wo er auch das von ihm gegründete Vocalensemble Zürich-Hottingen leitet. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit dirigiert er seit 2006 den Chor „capella musica loquens“.
 
   
Ensemble Orlando Fribourg
1994 von Laurent Gendre gegründet, widmete es sich von Beginn an schwerpunktmässig den Werken des 16. und 17. Jahrhunderts. Erst vor kurzem begann es, sich auch mit Komponisten wie Bach, Bruhns oder Buxtehude zu befassen. Die Darbietungen des Ensembles zeichnen sich durch eine hohe Lebendigkeit und Aktualität aus, gepaart mit dem Streben nach höchstmöglicher Authentizität. Seit 1996 ist das Ensemble Orlando zunehmend auf internationaler Ebene aktiv, wie zum Beispiel in Russland, Deutschland, Spanien und in Italien, wo es beim Concours d’Arezzo den ersten Preis in der Kategorie Vokalensembles errang. Es folgten Einladungen zu diversen Festivals und die Aufnahme von mehreren CDs, welche bei Cascavelle SA erschienen sind. Im Sommer 2003 trat es unter anderem im Rahmen des Flandern Festivals in Brügge und in der Eglise des Minimes in Brüssel auf sowie am Festival Bach en Combrailles in der Auvergne. Konzerte des Ensembles Orlando Fribourg werden regelmässig im Rundfunk übertragen. Das Ensemble arbeitet mit renommierten Instrumentalensembles wie Concerto Palatino, La Cetra, Capriccio Basel und Die Freitagsakademie zusammen.
 
   
Miriam Feuersinger
Die aus Bregenz/A stammende Sopranistin Miriam Feuersinger begann ihre Gesangsausbildung am Landeskonservatorium Feldkirch/A und wechselte anschließend an die Musikhochschule Basel in die Klasse von Prof. Kurt Widmer, wo sie ihr Studium im Frühjahr 2005 mit Auszeichnung abschloss. Miriam Feuersinger sieht selbst den Schwerpunkt ihrer musikalischen Tätigkeit vorrangig im Liedgesang und Oratorium sowie im Bereich der Alten Musik, worauf eine rege Konzerttätigkeit rückschließen lässt, was aber szenische Produktionen nicht ausschließt. Sie war u.a. bei der “Schubertiade” in Schwarzenberg, bei “Toujours Mozart” in Salzburg und Wien, beim Bachfest in Aschaffenburg und beim Kulturfestival “ORIGEN” in Graubünden zu Gast. Einige Konzerte in der nahen Zukunft sind das “Italienische Liederbuch” von Wolf (Loffenau/D), Mozarts “Requiem” (Bregenz/A), die “Marienvesper” (Freiburg) und “Selva morale” (Basel) von Monteverdi sowie das “Weihnachtsoratorium” von Bach (Basel, Aesch). Miriam Feuersinger ist Studienpreisträgerin der Ernst Göhner Stiftung 2005 und 2006.
 
   
Johannes Frisch
geboren 1976 , stammt aus Bad Wurzach in Oberschwaben. Er studierte Barockvioline bei Enrico Gatti am Königlichen Konservatorium Den Haag in den Niederlanden. Derzeit lebt er als freischaffender Musiker bei Basel. Seine Arbeit mit Ensembles wie Les Cornets Noirs, Le Poème Harmonique, Capriccio Basel, Akadêmia, Musica Fiorita, La Chapelle Rhénane u.a. führte ihn in zahlreiche europäische Länder, sowie nach Süd- und Nordamerika.
 
   
Daniel Fueter
1949 in Zürich geboren, Klavierstudium an Konservatorium und Musikhochschule Zürich, Lehr- und Konzertdiplom. Seit 1973 musikpädagogisch und administrativ in verschiedenen Funktionen tätig (unter anderem 2003 bis 2006 Präsident Konferenz Musikhochschulen Schweiz, 2003 bis 2007 Rektor Hochschule Musik und Theater Zürich, 2006 bis 2008 Präsident Suisseculture). Schrieb gegen hundert Bühnenmusiken für Theater im deutschsprachigen Raum; daneben hauptsächlich Chansons und Lieder und Chorwerke, sowie auf Libretti von Thomas Hürlimann die Oper "Stichtag" und die Operette "Aufstand der Schwingbesen" und auf einen Text von Jürg Jegge die "Judas Passion". Tritt als Liedbegleiter auf. Unterrichtet Liedgestaltung am Departement Musik der Zürcher Hochschule der Künste und in Meisterklassen in Europa. Vater von zwei Töchtern, Grossvater einer Enkelin und eines Enkels.
 
   
Laurent Gendre
Nach dem Erwerb eines Diploms als Klavierlehrer am Konservatorium von Fribourg und einem Studium der Philologie an der Universität dieser Stadt studierte Laurent Gendre Orchesterleitung und Musiktheorie an der Musikhochschule Basel und an der Schola Cantorum Basiliensis. Er erwarb sein Dirigentendiplom an der Spitze des Symphonieorchesters von Radio Basel. Zweimal erhielt er den Studienpreis für Dirigenten der Vereinigung der Schweizer Musiker und er rundete seine Studien in Deutschland und Österreich ab. Laurent Gendre dirigierte das Orchestre de la Suisse Romande, das Bieler Symphonieorchester, das Nationalorchester Lettland, das Orchestre de chambre de Genève, das Orchestre de Besançon, das Jugendorchester von Fribourg und das Orchestre de chambre de Neuchâtel sowie die Barockorchester Die Freitagsakademie, La Cetra und Capriccio Basel. Er ist musikalischer Leiter der Oper Fribourg, Chefdirigent des Thuner Stadtorchesters und des Oratorienchors der Stadt Bern. Im Jahr 2000 war er Assistent und Chorleiter der Europäischen Barockakademie von Ambronay. Er ist Gründer und Leiter des Ensemble Orlando Fribourg.
 
   
Andreas Gisler
Der Tenor Andreas Gisler studierte an der Schola Cantorum Basiliensis und am Konservatorium von Amsterdam (bei Margreet Honig). Bereits während seines Studiums machte er zahlreiche Konzertreisen und CD-Aufnahmen mit dem Collegium Vocale Gent (Philippe Herreweghe) und dem Amsterdam Baroque Choir (Ton Koopman).
Er ist ein vielgefragter Konzertsänger, als Evangelist in Bachs Passionen oder in Haydns Oratorien, war aber auch in diversen Opernhäusern zu Gast, so in Aix-en-Provence (Monteverdis Ulisse unter William Christie) und in Lyon (Fairy Queen/Purcell). Mit dem Berner Sinfonieorchester sang er die Urauführung einer Messe von Luc Balmers. Als Preisträger des Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg (2001) übernahm er die Rolle des Tolomeo in “Cleopatra e Cesare” (C.H. Graun).
Neben seiner privaten Lehrtätigkeit unterrichtet er an der Musik-Akademie Basel und arbeitet als Hausmann und Vater.
 
   
Stefanie Haegele
geboren 1977 in Hamburg, entschied sich schon in jungen Jahren für die Barockoboe. Ihren ersten Unterricht erhielt sie bei Renate Hildebrandt. Bereits 1992 wurde sie als Jungstudentin an der Musikhochschule Leipzig aufgenommen. Nach dem Abitur studierte sie an der Schola Cantorum Basiliensis, zunächst bei Michel Piguet, später dann bei Katharina Arfken. Der Abschluss des Studiums „Historische Blasinstrumente“ folgte im Jahr 2001 „mit Auszeichnung“. Im Anschluss setzte sie ihre Studien bei Ku Ebbinge am Königlichen Konservatorium in Den Haag fort. 2001 war sie Solo-Oboistin im Europäischen Barockorchester „EUBO“. Bereits mehrfach spielte sie in namhaften Orchestern wie dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Venice Baroque Orchestra, der Wiener Akademie, dem Collegium 1704, der Batzdorfer Hofkapelle, La Cetra Basel, Cantus Cöln u.a. Konzerttourneen führten sie ins europäische Ausland, nach Israel, Japan und in die USA.
Nachdem ihre musikalische Tätigkeit einige Zeit überwiegend im Bereich des Orchesterspiels lag, entwickelt sich ihr Interesse nun mehr und mehr hin zu solistischer und kammermusikalischer Literatur.
 
   
Felix Knecht
wurde 1972 in Chur geboren. Er studierte modernes Cello in Basel und Biel, später Barockcello in Brüssel bei Hidemi Suzuki und an der Schola Cantorum Basiliensis bei Christoph Coin. Kurse nahm er bei Gerhart Darmstadt, Anner Bylsma, Jesper Christensens, Andrea Marcon u.a. Konzerte und Tourneen führten ihn nach Frankreich, Deutschland, Italien, Osteuropa, Südamerika und wiederholt in die USA mit verschiedenen Ensembles wie La Cetra Basel, Capriccio Basel, Ensemble Turicum, Ensemble Gilles Binchois, Ensemble Café Zimmermann Paris (CD-Produktionen erschienen bei Alpha), Les cornets noir, Musica fiorita, Venice Baroque Orchestra, L'Arcadia u.a. Felix Knecht lebt als freischaffender Cellist in Lausanne und Basel.
 
   
Christina Metz
Nach ersten Studienjahren in Lübeck wechselte die Mezzosopranistin Christina Metz zu Kurt Widmer an die Musikakademie Basel, wo sie ihr Studium mit Auszeichnung abschloss. Seither ist sie als freischaffende Sängerin tätig. Sie ist Mitglied des "Crescendo-Barock-Ensemble", welches sich auf geistliche Kammermusik des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisiert hat. 2000 erreichte sie das Finale im „Concours International de Musique de Genève“. Christina Metz ist Stipendiatin der Ernst-Göhner-Stiftung 2003 und 2004 und wurde im Sommer 2003 mit dem Förderpreis für junge Musiker der Basler Orchester-Gesellschaft ausgezeichnet.
 
   
Plamena Nikitassova
Die 1975 in Varna (Bulgarien) geborene Barockgeigerin Plamena Nikitassova Steck begann ihre musikalisch-berufliche Laufbahn mit dem Studium der modernen Violine an der Musikhochschule Genf bei M. Karafilova Piguet. Nachdem sie dort im Jahre 1999 ihr Solistendiplom «mit Auszeichnung» abschloss, widmete sie sich zunächst intensiver Konzerttätigkeit in der Welt des romantischen Repertoires, bevor sie den Weg zur Alten Musik einschlug. Durch das anschließende Studium an der Schola Cantorum Basiliensis bei Chiara Banchini mit dem Hauptfach « Barockvioline » speziaisierte sie sich in den Stilrichtungen und Epochen von der Renaissance bis hin zur Klassik. Meisterkurse bei Vladimir Spivacov, Schlomo Mintz, Michael Frischenschlager, Hans Heinz Schneeberger und Jaap Schröder ergänzten ihre Ausbildung. Förderung in Form von Stipendien und Geldpreisen als Künstler-Sponsoring erhielt Plamena Nikitassova Steck durch die Stiftung «Wilsdorf» in Genf und die «Leenhards»-Stiftung in Lausanne.
Der Schwerpunkt des derzeitigen Repertoires von Plamena Nikitassova Steck liegt in den Werken des Frühbarock bis zur Klassik.
2004-2007 unterrichtete sie Barockvioline und -viola an der Musikhochschule in Lausanne.
Regelmässig wird Plamena Nikitassova eingeladen um Musikkurse für Barockvioline, -viola, Kammermusikkurse und Orchesterprojekte zu leiten (Musikhochschule Straßburg, Musikhochschule Lausanne, Musikhochschule Graz).
 
   
Fanny Pestalozzi
ist freischaffende Barockmusikerin und lebt in Basel. Ihre Ausbildung erhielt sie mit moderner Geige an der Royal Academy of Music in London bei Erich Gruenberg und spezialisierte sich danach am Koninklijke Konservatorium in Den Haag auf historische Aufführungspraxis (Elizabeth Wallfisch und Monica Huggett).
Sie spielt regelmässig im Amsterdam Barockorchester (Ton Koopman), im Balthasar Neumann Ensemble (Thomas Hengelbrock), im Orchester ad fontes und zahlreichen anderen auf Alte Musik spezialisierten Ensembles und Kammermusikformationen. Sie ist Mitbegründerin und festes Mitglied der seit 2004 laufenden Konzertreihe „Bachkantaten in der Predigerkirche“ in Basel.
Um ihr Interesse an Kammermusik- und Ensemblespiel weiterzugeben, organisiert und leitet sie verschiedene Musikkurse für Jugendliche und Erwachsene.
 
   
Vitaliy Shestakov
wurde 1970 in Kiew (Ukraine) geboren. Nach seinem Abitur studierte er Violine bei Oleksandr Satschuk am R. Glier Musiklizeum. Danach folgte das Violinstudium an der Hochschule für Musik in Kiew bei Georgij Konovalov.
Später verlagerte sich sein Schwerpunkt auf die Barockvioline und die historische Aufführungspraxis. Sein anschliessendes Aufbaustudium an der Schola Cantorum Basiliensis in der Klasse von Chiara Banchini (Barockvioline) und Jesper Christensen (Kammerensemble) beendete er im Jahr 2000. Vitaliy Shestakov pflegt in der Schweiz und im benachbartem Ausland eine rege Konzerttätigkeit als Mitglied zahlreicher Ensembles und Kammermusikformationen.
 
   
Richard Weihe
geboren 1961 in Bern, wohnt in Zürich. Schauspiel-Akademie Zürich, Gesangsausbildung, Studium der Literaturwissenschaft und Ideengeschichte in Zürich, Oxford, Bonn und Cambridge, Promotion und Habilitation im Bereich Philosophie/Theater.
Dozent an der Fakultät für das Studium fundamentale der Privaten Universität Witten/Herdecke, Lehrbeauftragter der Universität Zürich.
Vor kurzem sind die Erzählung Meer der Tusche (Nagel & Kimche, Zürich 2003) und Die Paradoxie der Maske: Geschichte einer Form (Wilhelm Fink, München 2004) sowie Weg des Vergessens (Dörlemann, Zürich 2006) erschienen.